Archiv der Kategorie: Pizzaofen

Themen rund um den Pizzaofen

Optik, Teil 1: Verputzen

FĂŒr’s Auge – Verputzen des Sockels

Der Winter war lange genug und bei Frost lÀsst sich leider nicht verputzen.

Kaum klettern die Temperaturen nach oben, wĂ€chst auch der Wunsch, den Sockel ansehnlich zu gestalten. Um einigermaßen neutral zu bleiben und farblich ggf noch Akzente setzen zu können, habe ich mich fĂŒr einen weißen Oberputz entschieden.

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Die Bauanleitung

Eines der ersten hier beschriebenen Projekte beschÀftigt sich mit dem Bau des Pizzaofens, die Dokumentation wird hier nach und nach vervollstÀndigt werden. Ich versuche, gleichzeitig auch die benötigten Materialien einzuarbeiten, um einen Nachbau zu ermöglichen.

Allerdings habe ich den Ofen im Vergleich zu manch anderen Anleitungen modifiziert und noch einen Grill angebaut – mehr dazu im weiteren Verlauf.

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Raclette trifft Pizza

Man kennt es: Man wird zum Raclette eingeladen und hat mehr als reichlich Auswahl an Speisen (und GetrÀnken).

Nun hatte sich die Gastgeberin etwas besonderes ausgedacht: Pizza a la Raclette

AnfÀnglich war ich etwas skeptisch, aber warum nicht mal etwas Neues ausprobieren? Das Experiment ist geschmacklich wie optisch absolut gelungen und wurde direkt weitergegeben.

So auch hier:

Man nehme etwa 20 gr Pizzateig, dazu etwas Tomatensauce, belege nach Belieben und verziere die Kreation anschließend mit KĂ€se.

Jetzt ist allerdings Geduld gefragt – aber wozu die Eile, in der Ruhe liegt die Kraft!

Das perfekte Finish erhÀlt die Raclette-Pizza, wenn sie kurzzeitig noch auf der BratflÀche angebrÀunt wird.

Praktische Helferlein

An dieser Stelle möchte ich die von mir verwendeten Helferlein im Pizzaback-Alltag einmal kurz zusammenschreiben, bevor ihr mĂŒhselig alle BeitrĂ€ge durchsehen mĂŒsst (was ihr natĂŒrlich trotzdem gerne tun dĂŒrft!).

  • Eine gute KĂŒchenwaage (Auflösung 1g)
  • Eine krĂ€ftige KĂŒchenmaschine mit
    • Knethaken
    • ggf zweiter SchĂŒssel
  • Gefrierbeutel (viele!)
  • MĂŒllbeutel
  • GeschirrhandtĂŒcher

Zur KĂŒchenmaschine:

Bei mir verrichtet eine KitchenAid seit lĂ€ngerer Zeit mehr oder minder regelmĂ€ĂŸig ihren Dienst.

KĂŒchenmaschine KitchenAid - treuer Diener

KĂŒchenmaschine KitchenAid – treuer Diener

Soweit ich weiß, ist das Getriebe vollkommen aus Metall, also keine Plastikteilchen, die sich irgendwann in Wohlgefallen auflösen.

Ein gemĂŒtliches Kneten des Teigs (ca. 5 Minuten) ist problemlos möglich.

Alles KĂ€se!

Wenn man schon dabei ist und die Pizza auch italienisch schmecken soll, dann muss natĂŒrlich auch der richtige KĂ€se her.

Neben der grundsĂ€tzlichen Frage nach „echtem“ oder Analog-KĂ€se (ich plĂ€diere fĂŒr echten KĂ€se!) stellt sich die Frage nach der KĂ€sesorte.

HĂ€ufig wird Gouda genommen, der auf die fertig belegte Pizza gerieben wird; das geht solange gut, wie die Pizza im heimischen Backofen gebacken wird.

Bei der Verwendung des Pizzaofens werden recht schnell Temperaturen an die 400°C erreicht. Dies kann dazu fĂŒhren, dass der Gouda sich zersetzt und einfach nicht mehr schmeckt.

Zwei LösungsansÀtze bietet der Handel:

1. Eine fertige Pizza-KĂ€se-Mischung kaufen
2. Auf Alternativen umsteigen

Ich persönlich habe mich fĂŒr Variante 2 entschieden und verwende ausschließlich Edamer (gerieben, nicht gestiftet). Dieser trifft meinen persönlichen Geschmack am ehesten. Weiterhin kriege ich diesen KĂ€se im Großhandel im handlichen 1-Kilogramm-Beutel, den man wunderbar portionsweise einfrieren kann.

Die Alternative, den Edamer am StĂŒck zu holen, ist natĂŒrlich auch sehr gut machbar – ich war bis jetzt nur zu faul dafĂŒr.

Geschmackstipp:

Den KĂ€se unter den Belag legen! Und gerade hier gilt: Weniger ist mehr!

Eine Frage der Hefe

Vielleicht geht euch ja wie mir: Warum kostet ein PÀckchen Hefe 9 Cent, der andere etwa das Dreifache!?

Zwei verschiedene WĂŒrfel Frischhefe

Ich gestehe: Auf diese Frage wirst du hier auch keine Antwort finden; ich persönliche habe alle meine Teige ausnahmslos mit der gĂŒnstigen Hefe gemacht. Diese ĂŒbersteht auch einige Wochen im KĂŒhlschrank tadellos und verliert, zumindest nicht erkennbar, ihre Triebkraft.

Wichtiger als die Hefe ist meiner Meinung nach der Faktor Zeit; grundsĂ€tzlich lasse ich den Teig nach dem AnrĂŒhren 24 Stunden gehen. Diese Zeit sollte nicht wesentlich unterschritten werden.

Hefe braucht zum Arbeiten mehrere Dinge: Temperatur, Nahrung und vor allem Zeit. Hefe ist nichts anderes als eine Ansammlung von Mikroorganismen, die ihre Nahrung (Kohlenhydrate) wahlweise mit oder ohne Sauerstoff umsetzen. Dabei entstehen vornehmlich CO2 (Kohlendioxid) und Alkohol (Ethanol). Neben der Tatsache, ob der Stoffwechsel der Hefe mit oder ohne Sauerstoff (aerob oder anaerob) stattfindet ist die Temperatur ein weiterer wichtiger Parameter, der auch das VerhÀltnis der Reaktionsprodukte bestimmt.

Backhefe hat ihr Wirkoptimum zwischen etwa 25° und 35°C; ĂŒber 45°C stirbt die Hefe ab, bei Temperaturen unter 25°C stellt sie ihren Stoffwechsel ein.

Genug des Exkurs, zum Einstellen der Zimmertemperatur investiert man entweder in einen (exorbitant teuren) GÀrschrank oder, meine bevorzugte Methode, verlÀsst sich auf die GÀrung bei Zimmertemperatur.

Ein Hinweis noch zum Einfrieren der Hefe:

Prinzipiell sollte Hefe nur zu zwei Punkten im Verarbeitungsprozess eingefroren werden: Vor Verarbeitungsbeginn, also frisch aus dem Supermarkt, oder nach der 1. GĂ€rung, sprich nach 24 Stunden.

Gibt man der Hefeteig nach dem Auftauen noch etwas Zeit zur Akklimatisierung, geht der Teig auch nach dem Einfrieren noch etwas – ebenfalls ein Geschmacksplus!